Das Kernmodell Schwimmen

Kleinkinder und Kinder im Kindergarten- und frühen Schulalter übernehmen Wertvorstellungen von Bezugspersonen. Der Umgang von Eltern und Lehrkräften mit dem Wasser prägen die Einstellung der Kinder zum Bewegungsumfeld <<Wasser>> wesentlich. In dieser Entwicklungsphase der Kinder besteht zwischen den Wahrnehmungsmöglichkeiten und den Bewegungsleistungen eine untrennbare Beziehung.

Durch ein vielfältiges, ungezwungenes Spielen und Bewegen im Wasser nimmt das Kind die wichtigsten Eigenschaften des Wassers wahr, das Kind spürt Auftrieb und Widerstand.

Durch das Wahrnehmen der speziellen physikalischen Eigenschaften des Wassers schafft sich das Kind die Grundlage für sein Wassergefühl.

Der Weg zum optimalen Bewegen im Wasser geht aus vom Erfassen von vier

Kernelementen

Die Gundlagentests sind als didaktische Hilfe für Lehrkräfte im Schwimmsport gedacht, die Kindern einen optimalen, der kindlichen Entwicklung angepassten Weg zum Wasser öffnen wollen.

Zielformen

Zielsetzung ist der angstfreie Aufenthalt im Wasser durch die Grundanpassung der Sinnersorgane an das Wasser. Diese Lernphase wird in standtiefem Wasser oder mit Wand- oder Personenkontakt durchgeführt.

Wassergewoehnungstreppe

Kernelemente

Mit dem Atmen regulieren wir die Lage des Körpers. Wenn wir Menschen eingeatmet haben, schweben wir an der Wasseroberfläche. Durch das Ausatmen wird die Schwebelage bis zum Absinken verändert. Das Erfassen der Kernelemente Atmen und Schweben sind wichtige Lernschritte.

Als weiter Anpassung ans Wasser lernt das Kind Auftrieb und Widerstand für seine Bewegungen auszunützen: Kernelemente Gleiten und Antreiben. Einerseits kann jeder Antrieb im Wasser nur dann optimal wirken, wenn der Körper in einer guten Gleitlage ist und der Wasserwiderstand möglichst vermieden wird. Anderseits muss durch die Antriebsbewegung möglichst grosser Widerstand erzeugt werden. Diese Lernphase nenne wir Wasserbewältigung.

Kernelemente2

Nach diesem Lernprozess können Kinder mit angepassten Bewegungsabläufen <<schwimmen>>. Kindliche Schwimmtechniken entsprechen aber noch nicht dem Bewegungsbild von geübten Erwachsenen, sondern dem kindlichen Körperbau und der individuellen Leistungsfähigkeit jedes Kindes.


Kernbewegungen

Nach den ersten Schwimmerfahrungen muss durch regelmässiges und vielfältiges Üben die Anpassung ans Wasser weiter gefördert werden. Bei den vielfältigen Übungsformen muss immer auf die wesentlichen, effizient und oekonomisch gestalteten Antriebsbewegungen - die Kernbewegungen - geachtet werden. Jede Übungs- und Zielform ist auf die richtige Bewegungsstruktur, das heisst auf das Vorhandensein von Kernbewegungen zu überprüfen.
Leiterinnen und Leiter im Einsteiger- und Fortgeschrittenen-Unterricht achten also darauf, dass...

Kernbewegungen

Um die Testübungen sinnvoll zu erarbeiten, ist der Unterricht mit einer Fülle von Übungen zu gestalten, welche immer - auch bei Fokussierung auf eine Kernbewegung - eine Mischung von Kernbewegungen darstellen. Korrekt ausgeführte Kernbewegungen sind der Schlüssel zum Fortschritt beim Bewegungslernen. Falsche oder ungenügend angeeignete Kernbewegungen erfordern langwierige Umlernprozesse. Fehler- oder lückenhaftes Ausführen von Kernbewegungen ist sofort zu korrigieren. Das Erarbeiten einer richtigen Bewegungsstruktur ist zentraler Inhalt des Einsteiger- und Fortgeschrittenen-Unterrichtes in öffentlichen Schulen, Vereinen und Schwimmschulen.